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Photovoltaik für Flachdach ohne Dachdurchdringung - Voraussetzungen und weitere Dachtypen

Der Bau von Photovoltaik auf Dachanlagen ist eine effiziente Möglichkeit, um erneuerbare Energie zu produzieren und den CO2-Fußabdruck zu reduzieren. Dabei gibt es jedoch bestimmte Voraussetzungen, die vor der Installation der Solarmodule erfüllen muss.

Welche Dachart eignet sich für Photovoltaik am besten?

Dachtypen Photovoltaik
Dachtypen Photovoltaik

Die erste Voraussetzung betrifft die Art des Daches. Für die Installation der Solarmodule auf einem Flachdach ist der Neigungswinkel der Solarmodule wichtig. Photovoltaik auf einem Flachdach kann in unterschiedlichen Himmelsrichtungen ausgerichtet werden, wobei immer die Dachausrichtung beachtet werden muss. Nicht immer ist eine Süd-Ausrichtung optimal. In einigen Fällen kann eine Aufständerung in Ost-West-Ausrichtung entsprechend dem Stromlastgang zu besseren Ergebnissen führen. Die Installation auf einem Satteldach und einem Schrägdach ist aber ebenfalls möglich.

Photovoltaik auf Flachdach ohne Dachdurchdringung möglich

Flachdächer eignen sich hervorragend für die Nutzung von Photovoltaik und haben den Vorteil, dass das Flachdach oftmals unversehrt bleiben kann. Statt einer Dachdurchdringung wird die Befestigung der Anlage meist durch Ballastierung gewährleistet. Diese Beschwerung kann durch Steine oder Kies erfolgen. Dabei liegen die PV-Anlagen flach auf dem Dach und eine einfache, schnelle Montage ist ohne Baugerüst möglich. Die Kosten für die Aufständerung entfallen, weder eine Wanne (Kieswannen) noch Steine sind notwendig, allerdings sind die Erträge in der Regel niedriger und die Module anfälliger für Verschmutzungen (Laub, Schnee etc.). Photovoltaik auf dem Flachdach ist im Gewerbebereich eine sehr sinnvolle Lösung, da die Installation relativ einfach ist und gute Belüftung garantiert.

Südausrichtung bei Schrägdächern

Auch Schrägdächer sind für die Installation von Solarmodulen geeignet. Die optimale Dachneigung liegt bei ca. 30 ° bis 35 ° dann treffen die Sonnenstrahlen fast im rechten Winkel auf die Module. Die meisten Schrägdach-Solaranlagen werden üblicherweise als “Aufdach-Anlagen” bezeichnet und auf bereits bestehenden Hausdächern installiert. Der Solarinstallateur verwendet spezifische Montagesysteme, um die Befestigung einer PV-Anlage zu gewährleisten. Ein weit verbreitetes Montagesystem sind Dachhaken an den vorhandenen Dachziegeln, wobei eine sogenannte Dachdurchdringung erforderlich ist. Des Weiteren finden Montageschienen und Metall-Modulklemmen häufig Verwendung. Bei Blechdächern erfolgt in der Regel die Befestigung mittels Schrauben.

Photovoltaik für Satteldächer

Auch Satteldächer bieten die Möglichkeit, eine Photovoltaikanlage zu montieren. Unterkonstruktionen und Befestigungsmechanismen sorgen dafür, dass die Modulflächen sicher befestigt werden können. Für Satteldächer werden Dachhaken zur Befestigung genutzt, die mit den Dachsparren verschraubt werden. Wir gehen selbstverständlich auf die individuellen Anforderungen Ihres Daches ein und geben Ihnen eine kompetente Einschätzung zu den Ausrichtungsmöglichkeiten Ihrer zukünftigen Module. Je nach Art der Dacheindeckung, d. h. beispielsweise Tonziegel, Blechdächer oder Betonsteine, wählen wir die passende Unterkonstruktion aus.

Statische Last für Installation der Photovoltaik-Anlage berückischtigen

Eine weitere wichtige Voraussetzung ist die statische Lastreserve. Die Statik des Daches, das Gewicht der Photovoltaikanlage, einschließlich der Module, Unterkonstruktion und Kabel, muss bei der Planung der Anlage berücksichtigt werden. Ist die nötige Lastreserve vorhanden oder ist eine Verstärkung notwendig? Wie hoch ist der Flächenbedarf? Zudem ist auf zusätzliche Dachaufbauten zu achten, die bereits belasten. Das können Klimaanlagen, Antennen, Dachfenster oder auch das Substrat einer Dachbegrünung sein. Es ist daher ratsam, einen Statiker zu Rate zu ziehen und die statische Lastreserve zu prüfen. In einigen Fällen liegt bereits ein Statik-Bericht beim Architekten vor.

Einfluss der PV-Montage auf die Dachhaut

In der Regel ist es möglich, eine Photovoltaikanlage ohne Dachdurchdringung auf ein Flachdach zu installieren. Wichtig ist es, den Zustand der Dachhaut im Vorfeld zu prüfen und sicherzustellen, dass in den nächsten 20–25 Jahren keine Dachsanierung nötig ist. Zudem sollte die Druckfestigkeit des Dämmmaterials geprüft und sichergestellt werden, dass die Wärmedämmung noch gewährleistet ist, wenn die Lasten der Modulflächen auf die Dachhaut einwirken.

Lage und Ausrichtung des Gebäudes

Photovoltaikanlagen sollten möglichst ungehindert zur Sonne positioniert sein, um einen maximalen Energieertrag zu erzielen. Wenn die Nutzfläche von hohen Bäumen, Gebäuden oder anderen Hindernissen beschattet wird, kann dies zu Ertragsverlust führen. Das Verschatten der Module sollte im Planungsprozess berücksichtigt werden. Laub, Schneelast und Verschmutzung können im Laufe des Jahres den Ertrag beeinflussen. Es ist daher wichtig, die Umgebung des Gebäudes genau zu untersuchen, bevor die PV-Anlagen installiert werden. AUXOLAR prüft sowohl die energiewirtschaftliche als auch die ökonomische Effizienz der Solarmodule mit umfangreichen Simulationsberichten, um den höchsten Wirkungsgrad der Module zu ermöglichen. Der Ertrag wird unter Berücksichtigung der Sonnenstand, Verschattung, Neigung sowie standortspezifischen Wetterdaten vorhergesagt.

Zustand des Daches

Ein einwandfreier Zustand des Daches ist eine der Grundvoraussetzungen für die Installation einer PV-Anlage. Vor der Installation muss gründlich überprüft werden, um sicherzustellen, dass es keine undichten Stellen, Risse oder andere Schäden aufweist.

Beschädigtes Dach
Beschädigtes Dach

Eine Dachreparatur muss vor Installation des ersten Solarmodul geschehen, um spätere Probleme zu vermeiden. Im Solargesetz Berlin ist zudem festgelegt, dass anstehende Dachsanierungen ohnehin dazu genutzt werden müssen, eine neue PV-Anlage zu installieren.

Blendgutachten

Beim sogenannten „Blendgutachten“ geht es um einen Bericht des Sachverständigen über die zu erwartende Blendwirkung der Photovoltaik-Anlage. Dabei wird die Blenddauer sowie der Zeitpunkt und Winkel der Blendung berechnet. Diese Einschätzung ist wichtig, um Störfaktoren und Gefahren für umliegende Gebäude oder den nahegelegenen Verkehr zu vermeiden. Dabei wird zwischen physiologischen Einschränkungen der Sehfunktion in Bezug auf den Verkehr, psychologischen Ablenkungen der Aufmerksamkeit sowie Störempfinden durch Aufhellung von Wohnräumen unterschieden. Für die Berechnungen werden neben den Daten der Anlage, d. h. Standort, Ausrichtung und Größe, auch Daten zum Sonnenverlauf, des Horizontes sowie der Geländetopografie benötigt.

Blendgutachten Solaranlagen
Blendgutachten Solaranlagen I Inhaltliche Quelle: TÜV

Photovoltaik bei Denkmalschutz

Je nach Bundesland gelten verschiedene Auflagen und Gesetze für den Umgang mit Photovoltaik-Installationen auf denkmalgeschützten Gebäuden. Hier sollte in jedem Fall Rücksprache mit der jeweiligen Denkmalschutzbehörde gehalten werden. Meist wird unter anderem geprüft, ob die Installation auf einem nachrangigen Nebengebäude umgesetzt werden kann, ob das Erscheinungsbild durch eine Anlage erheblich beeinträchtigt wird und ob die Anlage reversibel ist. Weitere Kriterien und Auflagen sind bundeslandabhängig vorgegeben und müssen dort individuell geprüft werden.

Reinigung der PV-Anlage

Reinigung Photovoltaikanlage
Reinigung Photovoltaikanlage

Die Leistung der Anlage hat sich im Laufe des Jahres verändert?  PV-Module sind der Witterung und Umweltbedingungen ausgesetzt, was zu einer schrittweisen Ansammlung von Schmutz, Staub und anderen Ablagerungen führen kann. Dieser Schmutz kann die Lichtabsorption und den Energieertrag der Solarzellen beeinträchtigen. Ein regelmäßiger Reinigungsplan kann die Lebensdauer der Anlage verlängern und eine nachhaltige, kontinuierliche Energieerzeugung gewährleisten.

Fazit

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es eine Reihe von Voraussetzungen gibt, die erfüllt sein müssen, um eine Photovoltaik-Dachanlage zu installieren. Diese Voraussetzungen beziehen sich auf den Dachtyp (Flachdach, Satteldach, Schrägdach), den Zustand und die statische Last (wichtig auch in Bezug auf die Schneelastzone) des Daches, die Lage des Gebäudes sowie Blendgutachten und Denkmalschutzvorgaben. Es ist wichtig, sorgfältig zu prüfen, ob das Gebäude geeignet ist, um sicherzustellen, dass die Photovoltaikanlage ordnungsgemäß funktioniert und den erwarteten Nutzen bringt, sowohl was den Eigenverbrauch angeht als auch die Einspeisung ins Netz.

AUXOLAR – Von der Planung bis zur Inbetriebnahme an Ihrer Seite

Brauchen Sie Hilfe? Wenn Sie eine Photovoltaikanlage installieren möchten, sollten Sie einen professionellen Installateur konsultieren, um sicherzustellen, dass alle Voraussetzungen erfüllt werden und die Installation sicher und effizient durchgeführt wird. Als EPC-Anbieter begleiten wir Sie von der Planung, über die Montage bis hin zur Reinigung und Wartung der fertigen Anlage an Ort und Stelle. Wir prüfen, für Sie, die Vor- und Nachteile aller möglichen Montagesysteme und unterstützen Sie bei der Wahl der richtigen Anlage. Wir stellen mit Ihnen gemeinsam sicher, dass Ihrer neuen Solaranlage nichts im Wege steht.